“Demokratie
braucht
politische Bildung”

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Flucht und Migration – Spannungsfeld für die Demokratie

Weltweite Flüchtlingsbewegungen stellen die Aufnahmeländer vor große Herausforderungen. Innerhalb der EU nahm Deutschland bisher die größte Zahl an Menschen auf, die aus Bürgerkriegen oder vor Hunger und Not geflohen sind, weil ihre Herkunftsländer keine (Über-)Lebensperspektive mehr bieten. Die Städte und Gemeinden, in denen die Flüchtlinge untergebracht werden, stehen vor der Aufgabe, nicht nur deren Versorgung sicherstellen zu müssen, sondern auch die Aufnahmebereitschaft ihrer Bürgerinnen und Bürger und die Integration der Flüchtlinge zu organisieren.

Daraus ergibt sich eine Aufgabe für die politische Jugendbildung, mit Bildungsangeboten einen Beitrag zur Verbesserung der Partizipation junger Menschen und insbesondere junger Flüchtlinge zu leisten und die Herausbildung einer demokratischen Identität zu unterstützen. Demokratische Identität entsteht dort, wo Demokratie und demokratische Verfahren als verbindliche Grundlage des Zusammenlebens anerkannt werden.

Inhalte der Bildungsangebote sind u. a. die Auseinandersetzung mit den Grund- und Menschenrechten, mit dem Grundgesetz, den gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen von Migration sowie mit den Gefahren des Rechtspopulismus und den unterschiedlichen Ausprägungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. In diesem Themenschwerpunkt sollen zudem neue Partizipationsmodelle entwickelt werden mit dem Ziel des Empowerments junger Menschen mit und ohne Fluchterfahrung.